Der Stress der letzten Prüfungsphase steckt dir noch in den Knochen und schon kommt die nächste Herausforderung: Was will ich nach meinem Abschluss machen? Und wie bewerbe ich mich?
Sehr gute Fragen, die deine Nerven ganz schon strapazieren, richtig? Denn wie überzeugst du, wenn du außer Schulnoten nichts nachzuweisen hat? Ganz einfach, indem du über den Tellerrand schaust und das beste Ass aus den Ärmeln schüttelt: Dich selbst!
Heutzutage braucht es mehr als nur einen Lernnachweis, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Je nach Branche ist besonders eins gefragt: Anpassungsfähigkeit! Wenn du das zeigen und deine außerschulischen Skills überzeugend in deinen Bewerbungsunterlagen zur Geltung bringen kannst, hast du gegenüber deinen Mitabsolventen schonmal einen großen Vorteil!
Wir zeigen dir, wie du all das umsetzt!
Wie du den Mangel an Erfahrung in Stärken umwandelst
Auch wenn du Schule und Studium durchgezogen und gute Noten vorzuweisen hast, suchen Recruiter nach den Nebenjobs in deiner Bewerbung. Du hast keine vorzuweisen? Keine Panik! Fülle den Platz mit Soft Skills, die du in deinem Traumjob sicher einbringen wirst!
Wir legen also den Fokus von der fehlenden Praxis auf deine vorhandenen Stärken! Statt dich zu fragen, was du noch nicht gemacht hast, frage dich lieber, welche anderen Skills du bereits entwickelt hast. Und die können wirklich von überall herkommen, solange du sie in einen geschäftlichen Zusammenhang bringen kannst.
Als Beispiel: Du hast in deinem Studium ein anspruchsvolles Fach belegt und dabei neue Skills gelernt, die für die Stelle, auf die du dich bewirbst, relevant sind. Auch praktische Projekte oder Seminararbeiten, die du während des Studiums erfolgreich abgeschlossen hast, können als relevante Erfahrung dienen.
Und über was hast du deine Abschlussarbeit geschrieben? Die wochenlange Recherche zahlt sich sicher aus, wenn sie zu deinem Traumjob passt!
Aber nicht nur die Ergebnisse zählen. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Welche Soft Skills hast du dir in der Schule oder dem Studium angeeignet? Bist du
- ein Teamplayer und lösungsorientiert?
- anpassungsfähig oder gut im Kommunizieren?
- in der Lage, auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren?
- bereit, Neues zu lernen und dich stets weiterzubilden?
All das sind Fähigkeiten, die dich in der modernen Arbeitswelt weiterbringen!
Das Anschreiben: Deine Chance, zu überzeugen
Hört sich alles gut und logisch an – wie setzt du das jetzt in der Praxis um? Wir empfehlen, dich erstmal an dein Anschreiben zu setzen. Hier kannst du deine Motivation und Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Noch wichtiger ist jedoch, dass du hier beschreibst, warum genau du die richtige Person für die Stelle bist.
Was bringst du aus deinen bisherigen Erfahrungen mit, um in der ausgeschriebenen Position einen Mehrwert für das Unternehmen zu bringen. Und – wieso ist auch das Unternehmen das richtige für dich? Welchen gegenseitigen Mehrwert könnt ihr generieren?
Im Anschreiben ist es wichtig eine Geschichte zu erzählen. Beginne nicht mit Floskeln, sondern mit einem Satz, der neugierig macht und deine Begeisterung für die Stelle ausdrückt. Zeige, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast und weißt, wofür es steht.
Im Hauptteil verknüpfst du dann deine Qualifikationen mit den Anforderungen der Stelle. Statt zu schreiben, „ich bin teamfähig“, beschreibe eine Situation, in der du deine Teamfähigkeit bewiesen hast. Du könntest zum Beispiel erwähnen, wie du in einem Uni-Projekt gemeinsam mit deiner Gruppe eine schwierige Aufgabe gemeistert hast.
Und keine Sorgen, wenn dir gerade die Muse ausgegangen ist, nutze online Tools wie einen KI-Anschreiben-Generator, um deinen Bewerbungstext zu formulieren. So kannst du eine generelle Struktur erstellen, deine Schreibblockade überwinden und dich von der KI inspirieren lassen.
Wichtig: Der Generator dient als Hilfestellung, aber dein Anschreiben muss authentisch bleiben und deine individuelle Persönlichkeit widerspiegeln. Selbst schreiben ist also Pflicht!
Der Lebenslauf: Lücken gekonnt füllen
Jetzt wird’s konkret. Dein Anschreiben steht. Zeit, deine Laufbahn und deine Skills kurz und knackig in deinem Lebenslauf in Szene zu setzen. Auch wenn die Berufserfahrung noch fehlt, kannst du ihn ansprechend gestalten. Wähle eine klare und übersichtliche Struktur.
An erster Stelle sollten deine persönlichen Daten stehen, gefolgt von deinem Bildungsweg. Auch hier gilt: Je relevanter die Informationen, desto wichtiger sind sie. Hast du eine Bachelorarbeit geschrieben, die einen Bezug zur Stelle hat? Dann nenne den Titel und eine kurze Zusammenfassung.
Auch ehrenamtliche Tätigkeiten, Hobbys oder Sprachkenntnisse können im Lebenslauf punkten. Sie geben dem Recruiter einen umfassenderen Eindruck von deiner Persönlichkeit und deinen Fähigkeiten. Wenn du zum Beispiel eine Fremdsprache sprichst, die im Unternehmen genutzt wird, ist das ein großer Vorteil. Freizeitaktivitäten wie Programmiersprachen lernen oder sportlich aktiv zu sein, beweisen Engagement und Disziplin.
Beachte: Strategisches Platzieren von Skills ist wichtiger als Informationsflut!
Und wie schickst du das Ganze ab?
Das hängt vom Unternehmen ab, bei dem du dich bewirbst. Schau dir genau die Stellenbeschreibung an; dort sollte es stehen. Generell gilt, dass nur noch die wenigsten Unternehmen wirklich Wert auf Bewerbungsmappen legen. Besonders in nachhaltigen Firmen und Start-Ups werden digitale Bewerbungen bevorzugt.
Achte entsprechend darauf, dass deine Dateien fehlerfrei sind, visuell ansprechend (branchenbezogen, versteht sich) und sinnvoll benannt sind. Leg dir zudem auch eine professionelle E-Mail-Adresse zu. [email protected] landet sicher nicht im Spamordner – ob kuschelmaus07@?.com genauso gut ankommt?






Guter, informativer Beitrag.